Hundeohren putzen

Die Hundeohren sind, neben der Nase, die wichtigsten Organe unserer vierbeinigen Hausgenossen. Daher sollten Sie die Hundeohren putzen, kontrollieren und pflegen. Hunde sehen im Gegensatz zum Menschen eher schlecht, hören und riechen dafür aber um so besser. Das Hundeohr nimmt Frequenzen wahr, die weit oberhalb unseres Wahrnehmungsbereiches liegen. Der Hund hört außerdem etwa doppelt so gut wie wir und kann Unterschiede in der Tonhöhe sehr viel besser bestimmen als wir. Das beste Beispiel ist die Hundepfeife, mit der sich Töne im Ultraschallbereich hervorbringen lassen. Diese hohen Frequenzen sind für uns nicht zu hören, die Hundeohren nehmen sie aber sehr wohl wahr.

Hundeohren müssen regelmäßig kontrolliert und richtig gepflegt werden, um Krankheiten zu vermeiden

Im Normalfall haben die Hunde Ohren selbstreinigende Eigenschaften. Schmalz und Dreck werden von selbst aus dem Hundeohr transportiert und es braucht deshalb nur einmal wöchentlich gesäubert werden. Dies gilt allerdings nur für Rassen mit Stehohren, bei Tieren mit Hängeohren und Kippohren und besonders bei langhaarigen Vierbeinern verhält es sich anders. Hängende Hundeohren haben eine höhere Luftfeuchtigkeit im Ohr, deshalb werden hier Entzündungen und Krankheiten begünstigt.

Das Fell sollte an und in den Hunde Ohren kurz geschnitten werden, damit es nicht verklebt oder verfilzt und das Ohr besser belüftet wird. Härchen, die sich direkt im Gehörgang befinden, sollten allerdings nicht entfernt werden, sie dienen zum Abtransport des Ohrenschmalzes aus dem Ohr nach außen. Die Hundeohren sollten täglich von Schmutz wie Futterresten, Erde, Grashalmen oder Samen befreit und bei langhaarigen Rassen außerdem ausgekämmt werden. Das Innere des Hundeohrs (nicht der Gehörgang selbst!) wird mit einem feuchten fusselfreien Tuch gereinigt, hierfür kann man auch Babyöl oder Babyöltücher verwenden, allerdings nie zu scharfe Reinigungsmittel wie beispielsweise Seife. Auch Wattestäbchen sind ungeeignet. Die Reinigung des Inneren der Hundeohren (Gehörgang) sollte wenn nötig vor dem ersten Versuch mit dem Tierarzt besprochen und von diesem erlernt werden. Für diesen Zweck gibt es spezielle Lotionen, die bei Bedarf in das Hundeohr einmassiert werden.

Gesunde Hunde Ohren sind

  • innen rosa bis hellrosa
  • haben keine gelben oder bräunlichen Beläge
  • riechen nicht auffällig oder unangenehm

Schüttelt der Vierbeiner oft den Kopf, kratzt sich häufig an den Ohren oder scheuert, lässt sich nicht am Kopf berühren oder fühlen die Hundeohren sich heiß an, kann dies ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Auch wenn die Hundeohren unangenehm riechen, gerötet sind oder ein gelber, brauner oder schwarzer Ausfluss aus ihnen herauskommt, sollte man schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Häufige Krankheiten des Hundeohrs sind Milben, Hefepilze und Entzündungen. Die Behandlung einer solchen Erkrankung der Hundeohren kann unter Umständen je nach Ausmaß mehrere Monate dauern.

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